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Malta verbietet „Homo-Therapien"

Weltweit leiden Menschen unter sogenannten "Therapien", die ihnen die Homosexualität austreiben sollen. Als erstes Land Europas hat nun der Inselstaat Malta solche Praktiken unter Strafe gestellt und weitere homo- und transfreundliche Gesetze beschlossen.

aditus foundation, CC-BY-NC Der erste Gay Pride in Maltas Hauptstadt Valletta 2015

Von Sabine Mahler

l-mag.de, 11.12.2016 – In der vergangenen Woche hat Malta ein europaweit einmaliges Gesetz verabschiedet: Therapien mit dem Ziel, die sexuelle Orientierung eines Menschen zu ändern sind ab sofort verboten. Wer versucht Schwule oder Lesben zu „heilen“, muss auf der Insel zukünftig mit einer vierstelligen Geldstrafe rechnen. In extremen Fällen ist sogar eine Gefängnisstrafe möglich.

Das neue Gesetz legt außerdem fest, dass weder sexuelle Orientierung noch die eigene Geschlechtsidentität einer Krankheit oder Störung zugrunde liegen. Auch das Alter, ab dem sich Menschen für eine Geschlechtsanpassung entscheiden können - ohne auf das Einverständnis der Eltern angewiesen zu sein - wurde auf 16 Jahre heruntergesetzt.

Gleichheit zwischen allen sexuellen Orientierungen

Mit diesen Beschlüssen will der Mittelmeerstaat ein Zeichen gegen die Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen setzen und die Gleichheit zwischen allen sexuellen Orientierungen fördern.

Malta wurde früher eher konservativ regiert, doch seit dem Wahlsieg der sozialdemokratischen Partei „Laburista“ im Jahr 2013 wurden viele progressive soziale Reformen durchgesetzt. Auch wenn Malta bisher nur die eingetragene Partnerschaft statt der Ehe für alle hat, zählt das streng katholische Land inzwischen zu den Vorreiterländern, wenn es um die Rechte von Schwulen, Lesben, Trans und der gesamten LGBTI-Community geht.

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