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Mit Vollgas die Ehe-Öffnung durchsetzen

Jetzt aktiv werden – und noch vor der Bundestagswahl die Ehe-Öffnung realisieren! Mit dem neuen „Online-Messenger“ der Initiative Ehe für Alle könnt ihr eure Abgeordneten und andere Politiker persönlich dazu auffordern, sich für dieses Ziel einzusetzen.

Quinn Dombrowski, CC-BY-SA

Von Jan Noll

l-mag.de, 9.5.2017 – Die Initiative Ehe für Alle launchte ein neues Online-Kampagnen-Tool, das maßgeblich dazu beitragen soll, die Öffnung der Ehe noch vor der Sommerpause des Bundestags zu realisieren. Noch bis Ende Mai ist Zeit, einen entsprechenden Gesetzesentwurf in den Bundestag einzubringen, der bis Ende Juni zur Abstimmung gebracht werden könnte.

Derzeit gibt es sowohl in der deutschen Bevölkerung als auch im Bundestag eine breite Mehrheit für die Eheöffnung – zumindest letzteres könnte sich nach der Bundestagswahl im September 2017 ändern. "Eine einmalige Chance", betont Sören Landmann von Ehe für alle.

Erst Bewusstsein geschaffen - jetzt aktiv werden!

Die bundesweite Initiative wurde 2015 vom Aktionsbündnis gegen Homophobie e.V. ins Leben gerufen und vereint nationale und regionale Organisationen sowie Einzelpersonen, die sich für die Öffnung der Ehe einsetzen. Nachdem es zunächst darum ging, in der Bevölkerung ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es deutliche rechtliche Unterschiede zwischen der so genannten Eingetragenen Lebenspartnerschaft und einer Ehe bestehen, will das Bündnis nun "von der Sensibilisierung zur Aktivierung" übergehen, so Landmann.

Wesentlicher Partner der Initiative ist das Eiscreme-Unternehmen Ben & Jerry's, das sich bereits seit seiner Gründung 1978 für LGBTI-Belange einsetzt. "Die Ehe für alle ist für uns eine grundlegende Frage von Menschenrechten", erklärte Timm Duffner, Social Activist bei Ben & Jerry's.

Mit Hilfe des Tools Mails an die Abgeordneten schicken

Mit Unterstützung des Unternehmens konnte nun der Ehe-für-alle-Messenger realisiert werden, der es Menschen einfach machen soll, sich mit einer E-Mail direkt an ihre Wahlkreisabgeordneten und diverse Spitzenpolitiker zu wenden, um ihren Wunsch nach einer Öffnung der Ehe deutlich zu machen. "Gerade in diesen Zeiten sollen die Menschen verstehen, wie man sich politisch einbringen kann," erläutert Duffner. "Und das funktioniert am besten über den direkten Kontakt zu den Abgeordneten des eigenen Wahlkreises. Das Tool ist da ein tolles Mittel der politischen Teilhabe und Einflussnahme."

Die E-Mail ist auf die jeweilige Partei zugeschnitten

Die Sache funktioniert ganz einfach: Über die Website messenger.ehefueralle.de/tool gibt man seinen Namen, die E-Mail-Adresse und die eigene Postleitzahl ein und bekommt anschließend den oder die Wahlkreisabgeordnete/n angezeigt. Nach einem Klick auf die Person wird automatisch eine E-Mail generiert, die eine Öffnung der Ehe noch in dieser Legislaturperiode fordert und dabei parteispezifisch und teilweise auch individuell auf den oder die einzelne Abgeordnete/n zugeschnitten ist.

Insgesamt kann man E-Mails an bis zu 10 verschiedene Politiker_innen schreiben; das Ganze funktioniert auch übers Handy.

"Wir sind optimistisch, dass das klappt"

Sollte es bis zur Sommerpause nicht mehr zu einer Öffnung der Ehe kommen, wird das Tool weiter zur Verfügung stehen und entsprechend angepasst. "Wir sind aber optimistisch, dass das klappt", erklärt Sören Landmann. "Aber wir lassen uns auch nicht entmutigen, wenn es bis zum Sommer nicht klappt. Wir machen so lange weiter, bis wir unser Ziel erreicht haben."

Webseite der Initiative Ehe für Alle: www.ehefueralle.de

Der Ehe-für-alle-Messenger steht hier.

Jan Noll ist Chefredakteur unserer Schwesterzeitschrift Siegessäule, dem queeren Berliner Stadtmagazin.

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