Neu: Der Rebel Dykes Day - lesbisch, rebellisch und international!
Am 29. Januar findet zum ersten Mal der Rebel Dykes Day statt. Dieser neue, weltweite Aktionstag ist der Dyke-Kultur und den Dykes der ganzen Welt gewidmet. Hinter der Initiative steht das Team des englischen Dokumentarfilms „Rebel Dykes“.
Von Annabelle Georgen
28.1.2026 - Seit 2021 touren die „Rebel Dykes“ durch zahlreiche lesbische, queere und feministische Filmfestivals in aller Welt. Die Doku von Siân A. Williams und Harri Shanahan ist ein raues und spannendes Porträt der lesbischen Underground-Szene im London der 1980er-Jahre. Leider hatte der Film keinen Kinostart in Deutschland, genießt aber bereits einen Kultstatus in der lesbischen, queer-feministischen Community und ist als VOD erhältlich.
Weltweites Phänomen „Rebel Dykes“
Weltweit ist „Rebel Dykes“ ein Phänomen geworden. Viele junge Lesben und Queers haben begonnen, den Begriff „Dyke“ für sich zu beanspruchen, nachdem sie den Film gesehen haben (Anm. d. Red.: „Dyke“ war ursprünglich ein abwertender Begriff für maskuline Lesben und kann am ehesten als „Kampflesbe“ übersetzt werden. Seit den 1970er Jahren wurde der Begriff von vielen Lesben als kraftvolle Selbstbezeichnung übernommen.)
Nun melden sich das Film-Team und die Community, die sich um „Rebel Dykes“ entwickelt hat, mit der Initiative eines internationalen „Rebel Dykes Day“ zurück: „Die Welt hat den Pride Month, die Lesbian Visibility Week, den Hug Your Cat Day und sogar den Talk Like a Pirate Day, aber Dykes hatten irgendwie noch nie einen eigenen Tag. Deshalb rufen wir am 29. Januar 2026 den ersten International Rebel Dykes Day aus. Es ist eine globale Einladung, Dyke-Kultur, Widerstand, Freude, Sex, Politik, Chaos, Liebe und Community zu feiern“, heißt es in der Pressemitteilung.

„Veranstalte einen Screening, ein Treffen, eine Clubnacht...“
Der 29. Januar markiert den Geburtstag der „Chain Reaction“, einer Londoner Fetischparty, die an diesem Tag im Jahr 1987 zum ersten Mal stattfand. In der „Rebel Dykes“-Doku wird die Erinnerung an dieser Partyreihe anhand von Fotos und knusprigen Anekdoten von ehemaligen Gästen wiederbelebt. „Chain Reaction war nicht nur eine Party. Sie war eine Community – generationenübergreifend, poly, trans und nicht-binär, zu einer Zeit, als andere Begriffe verwendet wurden“, heißt es weiter in der Pressemitteilung.
Alle, die sich als Dykes identifizieren, sind also am 29. Januar ausdrücklich eingeladen, sich aktivistisch an der Initiative zu beteiligen. Die Rebel Dykes aus London haben viele Ideen, wie das aussehen könnte: „Veranstalte einen Screening, ein Treffen, eine Clubnacht oder einen Workshop. Unterstütze Dyke-Künstler:innen, Archive und Räume“. Alternativ kann man auch ein Selfie, ein Bild und/oder ein Text auf Social Media posten, den Hashtag #InternationalRebelDykesDay nutzen und den Instagram-Account @rebeldykes taggen. Happy and proud day, Rebel Dykes!

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