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Österreich: Lesbenpaar schließt die erste „Ehe für alle“

Am 1. Januar öffnete auch Österreich die Ehe für Lesben und Schwule. Noch in der Silvesternacht gab sich am Wörthersee das erste Frauenpaar das Ja-Wort.

Walter Elsner/ riccio.at Seit gestern heißen sie Daniela (l.) und Nicole Kopaunik

2.1.2019 - In Österreich dürfen lesbische und schwule Paare seit dem 1. Januar heiraten, und ein Paar hatte es besonders eilig: In Velden am Wörthersee gaben sich um kurz nach Mitternacht Nicole Kopaunik und Daniela Paier, beide 37, das Ja-Wort. Damit feierte das Paar die erste reguläre gleichgeschlechtliche Hochzeit ihres Landes.

„Daniela und ich sind seit vier Jahren verlobt. Wir haben damals beschlossen, mit der Eheschließung bis zur rechtlich gleichgestellten ‘Ehe für Alle’ zu warten“, sagte Kopaunik in einer Presseerklärung der Wörthersee Tourismus GmbH.

Das Paar, das in der Steiermark lebt, hatte die Hochzeit inklusive Weddingplannerinnen, Ringe, Hotel und Feuerwerk in einem „Casting“ beim „Pink Lake Festival 2018“ in Pörtschach gewonnen. Dabei hatten sie die volle Unterstützung des Tourismusverbands und der Gemeinde Velden, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und sich als „erste Adresse, wenn es darum geht, Spaß und Lebensfreude mit Gleichgesinnten zu teilen“ (Bürgermeister Ferdinand Vouk) vermarkten wollen.

In Österreich war das Ehe-Verbot für Lesben und Schwule Ende 2017 vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben worden (wir berichteten), die konservative Regierung ließ sich allerdings bis zu diesem Jahr Zeit, das Gesetz in Kraft treten zu lassen. Heiraten durften bis dahin nur das Wiener Frauenpaar und vier weitere Paare, die die "Ehe für alle" erfolgreich eingeklagt hatten.

Die Eingetragene Partnerschaft bleibt in Österreich bestehen und kann jetzt auch von Hetero-Paaren geschlossen werden.

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