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Orange Is The New Black: ab heute in Deutschland

Seit letztem Jahr jubeln TV-Kritiker und Lesbenwelt gleichermaßen über "Orange is the New Black". Seit heute ist die US-Frauenknastserie auch bei uns zu sehen: der neue Online-Streamingdienst Netflix hat sie im Programm.

Foto: Netflix

Von Karin Schupp

l-mag.de, 16.9.2014 – Dass heute der Deutschland-Ableger von Netflix startet, wäre hier eigentlich keine Meldung wert - an Online-Videotheken mangelt es uns mit Maxdome, Watchever & Co. ja nun nicht. Aber das US-Unternehmen, das seit 2011 auch mit eigenen Serien Furore macht, hat Orange Is The New Black produziert, und so laufen die bisherigen zwei Staffeln mit 26 Folgen endlich auch bei uns, sowohl synchronisiert als auch im Original mit Untertiteln. Und wer in den nächsten Wochen die nötige Zeit hat, muss nicht mal was dafür bezahlen: den ersten Monat gibt’s bei Netflix nämlich kostenlos. Danach könnt  ihr für 7,99 - 11,99 Euro monatlich Filme und Serien auf allen Geräten mit Internetanbindung streamen.

Darum geht’s: Piper (Taylor Schilling) ist nicht ganz der typische Knacki: als Studentin hat sie mit ihrer damaligen Loverin Alex (Laura Prepon) Drogen geschmuggelt - und als die Sache zehn Jahre später auffliegt, liegt ihre wilde Zeit längst hinter ihr und sie ist solide mit Larry (Jason Biggs) verlobt. Piper findet sich im orangefarbenen Overall der Knast-Neuankömmlinge wieder und redet sich mit ihrer blauäugig-selbstbewussten Attitüde schnell um Kopf und Kragen. Und während - was niemand bedauert - Larry für sie in weite Ferne rückt, begegnet sie Alex wieder: ihre große Liebe, andererseits aber auch diejenige, die sie verpfiffen hat. Und auch die anderen Knackis rücken nach und nach ins Rampenlicht, darunter etliche weitere, die lesbisch, bi oder sonstwie queer sind, etwa die Zellenblock-Don Juana Nicki (Natasha Lyonne), Über-Butch Big Boo (Lea DeLaria) und - das kommt aber erst in Staffel 2 zur Sprache - die lässige Poussey (Samira Wiley).

Den Trailer gibt's bisher nur auf Englisch:

Die könntet ihr kennen: Laura Prepon wurde durch die Sitcom Die wilden 70er bekannt. Natasha Lyonne (American Pie) hatte auch in dem Kinofilm Weil ich ein Mädchen bin (1999) eine Lesbenrolle. Kate Mulgrew, die den russischen Küchendrachen Red spielt, war Captain Janeway in Star Trek. Daneben castete Serienschöpferin Jenji Kohan (Weeds) vor allem unbekannte Theater-Schauspielerinnen - Stars sind sie aber inzwischen alle!

Der Queer-Faktor hinter der Kamera: Laut DeLaria tummeln sich am Set "64% aller New Yorker Lesben", wissen tun wir's von DeLaria selbst, die bisher Stand-up-Comedian war, und Samira Wiley, die im August ihre Beziehung mit der OITNB-Autorin Lauren Morelli öffentlich machte. Morelli wiederum hatte, frisch verheiratet, ihr Coming Out während der Arbeit an der Serie. Jodie Foster führte bei zwei Folgen Regie (für Folge 3 der 1. Staffel bekam sie eine Emmy-Nominierung), und Piper Kerman, auf deren wahre Geschichte die Serie lose basiert, ist bisexuell (und heiratete nach ihrer Knast-Entlassung ihren „Larry“).

Samira Wiley als Poussey (Foto: Netflix) und die aktuelle L-MAG mit einem Interview mit Laura Prepon und Taylor Schilling

Und was bietet Netflix noch? Das wird sich noch zeigen - Stromberg und Keinohrhasen gibt’s auch bei anderen Video-on-demand-Anbietern, und an vielen beliebten US-Serien halten bereits deutsche Sender die Erstauf-führungs-Rechte. Interessant sind vor allem die Netflix-Eigenproduktionen und Fortsetzungen von Serien, die bei ihren Sendern eingestellt wurden, etwa die vierte Staffel der Comedyserie Arrested Development mit Portia de Rossi (die allerdings leider noch nicht im Angebot ist). Bis Ende 2015 hat Netflix 15 Neustarts angekündigt, darunter auch die Mysteryserie Sense 8 von den Wachowski-Geschwistern (Matrix, Bound).

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