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Queers for Future: Klimawandel betrifft auch uns!

Seit Monaten demonstrieren Schüler weltweit an den Fridays for Future gegen den Klimawandel und für eine Zukunft unseres Planeten. Das will jetzt auch die LGBT-Community mit der Initiative Queers for Future unterstützen.

Daniela Zysk (ganz links hinter dem Transparent) und India Kandel (rechts daneben) beim CSD Berlin 2019

Von Sabine Mahler

18.8.2019 - „There is no Pride on a dead planet” - so lautet das Motto der Initiative Queers for Future. Damit geben die Aktivistinnen gleich eine Antwort auf die Frage: Weshalb soll sich die LGBT- Community für Umweltschutz engagieren? Weil man auf einem toten Planeten nicht für seine Rechte kämpfen kann!

Der Name Queers for Future bezieht sich auf die Fridays for Future, die inzwischen weltweiten Demonstrationen von Schülern gegen den Klimawandel. Sie fordern ein Umdenken der Politik, damit sie eine Zukunft ohne Klimakatastrophe haben. Die bekannteste Aktivistin der Bewegung ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg.

„Wir wollten auch etwas Konkretes tun“, so India Kandel gegenüber L-MAG. Sie ist neben Daniela Zysk eine der beiden Gründerinnen von Queers for Future. Beide haben regelmäßig freitags mitdemonstriert, und aus Fridays for Future wurde schließlich Queers for Future.

Auch für LGBT gilt: anpacken und den Klimawandel aufhalten

Um ihr Projekt bekannt zu machen, ist India bisher auf sechs CSDs in ganz Deutschland mitgelaufen. „Am Anfang waren es nur Daniela und ich, aber wir haben unglaublich viel Zuspruch. Ich merke einfach, wie wichtig das Thema den Menschen ist“, sagt uns India auf dem Nürnberger CSD im August.

Schon heute leiden Menschen in vielen Teilen der Welt an durch die Klimakrise verursachten Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und weiteren Umweltkatastrophen. Deshalb gilt es nach der Initiative Queers for Future auch für die Szene, mit anzupacken und den Klimawandel aufzuhalten.

Dazu haben die Initiatoren Daniela Zysk und India Kandel einige Forderungen zusammengetragen. Teile davon sind eher allgemeine Aufforderungen, an der sich die gesamte Gesellschaft ein Beispiel nehmen kann. So zum Beispiel der Aufruf zu einer veganen Lebensweise oder für klimafreundlicheres Reisen.

Keine Kommerzialisierung der CSD-Paraden, keine Trucks

Andere Anregungen der Queers for Future richten sich explizit an die LGBT-Szene. „Keine Trucks bei der Parade“ zum Beispiel. Insbesondere durch die langsame Schrittgeschwindigkeit bei den CSD-Paraden sowie das ständige Anhalten und Weiterfahren werden enorme Mengen an CO2 und Feinstaub ausgestoßen. Sie könnten durch Fußgruppen ersetzt werden.

Darüber hinaus kritisieren die Queers for Future die starke Kommerzialisierung des Christopher Street Days. Vor allem billig produzierte Wegwerfartikel mit Regenbogenaufdruck prangern Daniela Zysk und India Kandel an.

Inzwischen gibt es in Köln sogar eine Ortsgruppe, und India hofft, dass sich weitere queere Menschen ihrer Initiative anschließen: „Es darf nach den CSDs nicht aufhören, denn das Thema Umweltschutz geht auch queere Menschen täglich etwas an. Wir müssen uns weiter vernetzen – für die Zukunft unseres Planeten.“

Infos: http://queersforfuture.org

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