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Quouch: Schlafsofasuche für Lesben und andere Queers

Ein Berliner Start-up erfindet das Couchsurfing neu. „Quouch“ vernetzt Frauen und queere Menschen, die auf Reisen privat unterkommen möchten und Safe Spaces suchen.

Jason Harrell

31.5.2023, red. - Ist es 20 Jahre nach dem Start der Couchsurfing-App Zeit für eine neue Disruption? Das Berliner Start-up-Unternehmen Quouch versucht es zumindest. Das vierköpfige Team um Gründerin Nora entwickelt derzeit eine Online-Plattform für weibliche und queere Reisefans, die gern privat unterkommen – aber es satt haben, am Zielort auf einen gruseligen cis Mann zu stoßen, der Couchsurfing mit einer Dating-App verwechselt.

„Das muss nicht sein! So ging es mit Quouch los“, erzählt Nora (Foto, vorne) auf der Quouch-Website. Die ist seit Januar online. Im Laufe des Sommers soll dann eine App folgen, die gut auf dem Handy läuft. Für deren technische Entwicklung ist „Techbrain“ Lisbeth verantwortlich, Dror kümmert sich um die Vermarktung (Foto hinten, links und Mitte).

Registrierung erst nach Bewerbung und Einladung

Der zentrale Vorteil der App soll sein, dass sie viele Regionen der Welt zu Safe Spaces für FLINTA* macht. Eine wichtige Maßnahme: Die User:innen dürfen sich nicht selbst registrieren, sondern werden nur eingeladen, wenn sie sich bewerben. In ihrer Mail muss jede erklären, warum sie bei Quouch nach Übernachtungsmöglichkeiten suchen möchte.

Langfristig soll ein weltweites Unterkunftsnetzwerk für Frauen* entstehen. Aber die Macher:innen wissen, dass sie ganz am Anfang stehen. „Es gibt so viele Räume auf diesem Planeten, in denen wir uns als Frauen und/ oder queere Menschen nicht wirklich wohl fühlen“, erklären sie auf ihrer Website.

Ein weltweites Netzwerk für Frauen*

Das gelte nicht nur für Ferienwohnungen, sondern auch für Clubs, Fitnessstudios und Co-Working-Büros. Das Ziel: Veranstaltungen und Orte herauszufiltern, „an denen du deine Trainingsroutine sicher erledigen kannst und einen Platz zum arbeiten findest, selbst wenn du in eine neue Stadt reist“.

Die Geschäftsidee überzeugt sofort. Allerdings macht sie die Umsetzung aufwendiger, als es eine zeitgemäße App sowieso schon ist. Um die nötigen Mittel aufzubringen, soll die Verwendung von Quouch deshalb Geld kosten. Wie viel genau, soll in der Betaversion getestet werden. „Es ist uns wichtig, dass du so günstig wie möglich reisen kannst“, betont das Team. „Gleichzeitig möchten wir die Standards einhalten, die wir versprechen – gemeinsame Werte, eine sichere Umgebung und das Gefühl, mit Gast oder Gastgeber:in wirklich verbunden zu sein.“

quouch-app.com

 

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