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Die lesbische Revolution ins Kino bringen

In „The Misandrists“, den der schwule Filmemacher Bruce LaBruce in Berlin drehte, plant eine Gruppe radikaler Lesben die Revolution. Mit einer originellen Crowdfunding-Kamapgne wird jetzt das nötige Geld gesammelt, um den Film fertigstellen zu können.

Als "teils Satire, vor allem aber eine von Herzen kommende Verbeugung vor dem Feminismus", beschreibt LaBruce seinen Film - Foto: The Misandrists/ Kickstarter

Von Claudia Lindner

l-mag.de, 11.5.2016 – In The Misandrists, dem neuen No Budget-Film des kanadischen Underground-Filmemachers Bruce LaBruce, planen 13 radikale Lesben hinter der Fassade eines ländlichen Internats die lesbisch-feministische Revolution, die sie mit selbstgedrehten Pornos finanzieren wollen. Die queer-feministische Terror-Zelle will das Patriarchat zerstören und eine neue weibliche Weltordnung etablieren. Doch dann verstecken zwei der Frauen einen verletzten linken Aktivisten und cis-Mann (= biologisch männlich und lebt als Mann) vor der Polizei im Keller. Als das in der Gruppe auffliegt, setzt es eine Reihe von Enthüllungen unter den Frauen in Gang, und die Gruppe droht auseinander zu brechen.

Wie schon LaBruces Film The Raspberry Reich (2004), so soll auch The Misandrists eine satirische Kritik an der radikalen Linken werden: "Wie kommt es, dass selbst Menschen, die eigentlich die besten Absichten verfolgen, ihre tiefsten Überzeugungen infragestellen und sich ideologisch in eine Sackgasse hinein manövrieren?", erklärte er im Interview mit unserem Schwestermagazin Siegessäule.

Film gegen "Lösegeld"

The Misandrists wurde bis Ende April innerhalb von 12 Tagen in und um Berlin herum gedreht, und die kostspielige Post-Produktion soll jetzt über Crowdsourcing finanziert werden. Die Crowdfunding-Kampagne wirbt in den Sozialen Medien mit der Story, dass LaBruce vom Cast seines Films gekidnappt und gezwungen wurde, ihren „lesbisch-feministischen Propagandafilm“ zu drehen. Nur gegen das Crowdfunding-Ziel von 23.000 Euro „Lösegeld“ soll er freigelassen werden. Bis zur Deadline am 23. Mai werden auf Facebook jeden Tag kleine Clips gepostet, die die Geschichte weiter erzählen.

Während zwei von LaBruces neuen Filmen auch staatlich gefördert werden, ist das Crowdfunding für ihn eine Möglichkeit, seine Projekte zeitnah voranzubringen und zudem bürokratische und kapitalistische Strukturen zu unterlaufen, so der schwule Regisseur in der Siegessäule: „Man kann direkt Menschen ansprechen, die diese Art von Filmen sehen möchten. Und dabei handelt es sich um Filme, die auf traditionelle Weise sonst nicht finanziert werden könnten. Allerdings bitten wir die Leute nicht gleich darum, in eine Bank einzubrechen“.

Das Crowdfunding läuft bis zum 27. Mai, hier geht's zur Crowdfunding-Seite bei Kickstarter.

Mehr Infos zum Film: www.themisandrists.com oder auf Facebook.


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