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Vernetzung für Lesbians Who Tech

Lesben, die im Technologie- oder Internetbereich tätig sind, haben nun auch in Berlin eine eigene Plattform geschaffen

Lesbians Who Tech in Berlin c: LWT

l-mag.de 16.3. – Im Dezember 2012 gründete die US-Amerikanerin Leanne Pittsford in der Hightech-Metropole San Francisco ein Netzwerk mit dem Ziel, Lesben, die im Technologie- oder Internetbereich arbeiten, untereinander und mit LGBTQ-Organisationen zu verbinden. Obwohl die Techszene als ziemliche Männerdomäne gilt, ist das Netzwerk in kaum zwei Jahren auf über 3.000 Mitglieder angewachsen, die weltweit in 12 Städten Treffen und Ende Februar sogar eine große Konferenz in Kalifornien für Lesben aus der Technologiebranche organisieren.

Seit Leanne im letztem Sommer Berlin besuchte, haben die Lesbians Who Tech auch eine Berliner Dependance. Hier haben es sich Vanessa Lee Butz, Firmengründerin, und Stefanie Kahls, die aus dem PR- und Marketingbereich kommt, zur Aufgabe gemacht, Berliner Techies in chilliger Atmosphäre zusammenzubringen und eine Plattform zu schaffen, „um Frauen kennenzulernen, die eben auch auf Frauen stehen.“

Die beiden hatten sich beim ersten Berliner LWT-Treffen kennengelernt und dann beschlossen, nach Leannes Abreise selbst mit Lesbians Who Tech weiterzumachen, da es ja schließlich auch in Berlin genug Lesben in Tech-Berufen gebe. Bei herkömmlichen Vernetzungstreffen von Frauen aus der Technologiebranche fehlten ihnen oft die Lesben, bei anderen Treffen wiederum oft Leute, die mit Technologiethemen etwas anfangen konnten. Sie waren es leid, sich verstecken zu müssen oder aufpassen zu müssen, bloß nicht zu sehr aufzufallen, so Stefanie. Oft hätten sie sich bei den Techie-Treffen nicht so wirklich wohlgefühlt, hätten Scheu gehabt sich zu outen oder gar zu flirten.

Von der Atmosphäre des ersten Treffens ist Stefanie dementsprechend noch heute begeistert: „Man konnte so offen reden, das geht sonst nicht bei solchen Sachen, da muss man immer aufpassen, dass man ‚seriös‘ rüberkommt und sich gut verkauft und so – und das war direkt ein ganz anderes Level.“ Vanessa bestätigt das: „Man hat sich gleich super verstanden und diese Offenheit kann man sonst bei anderen Frauennetzwerken nicht so haben“, Wichtig ist ihnen einen Raum für möglichst viele nerdige Lesben zu schaffen. „Wir würden niemals jemand sagen, dass sie nicht dazukommen darf, weil er irgendwie nicht techy genug ist“, so Vanessa. Die Treffen werden vor allem über Facebook und per Mundpropaganda beworben und sollen keinesfalls reine Arbeitstreffen sein, sondern auch Kontaktbörse und Netzwerk. 

Beim ersten Treffen des Jahres 2014 versammelte sich im Januar eine fast 20-köpfige charmante Truppe aus Firmengründerinnen, PR- und Marketing-Frauen, Tech-Journalistinnen, Designerinnen, Programmiererinnen und deren Freundinnen und feierte bis spät in die Nacht in der Marianne-Bar in Kreuzberg.

Für zukünftige Events überlegen Vanessa und Stefanie auch Workshops und Vorträge zu Technologiethemen zu organisieren. Wer die Lesbians Who Tech persönlich kennenlernen will, hat dazu beim nächsten Treffen im März wieder Gelegenheit, der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben. Katrin Kämpf

Kontakt über: facebook.com/lesbianswhotech

lesbianswhotech.org/

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