L-Mag

Hilfe zur Selbsthilfe

Wie finde ich den passenden schwulen Vater? Familyship.de will bei der Suche helfen

© privat Christine Wagner (li.) und Miriam Förster haben gemeinsam Familyship.de gegründet

l-mag.de 5.1. - Es gibt ein neues Vernetzungsportal für Regenbogenfamilien in Spe: familyship.de. Christina Reinthal interviewte Christine Wagner, die zusammen mit ihrer Frau, die Seite ins Leben rief.

Frau Wagner, was genau bietet Familyship.de an? Familyship ist eine Plattform, auf der es möglich ist, Menschen kennen zu lernen, die auf freundschaftlicher Basis eine Familie gründen möchten. Das Angebot richtet sich dabei vornehmlich an zukünftige Regenbogenfamilien. Nutzer können ein Profil einrichten, einen Gesuchtext aufgeben und über eine Nachrichtenfunktion mit anderen Nutzern ins Gespräch kommen – ohne dass private Daten in die Öffentlichkeit gestreut werden. Das erleichtert das Ansprechen und verhindert den immensen Zeitaufwand, den zum Beispiel Chiffre-Anzeigen mit sich bringen - wenn auch ein wenig unromantischer als eine Antwort an Nr. 1234xy.

Wer steckt hinter dem Projekt? Wir sind ein Frauenpaar auf der Suche nach einem schwulen Vater. Abend für Abend verbringen wir unseren Feierabend mit Familyship, erweitern Funktionen, arbeiten an der Nutzerfreundlichkeit und hoffen damit die Seite auf einen guten Weg zu bringen. Innerhalb von vier Wochen kam es von der ersten Idee zum ersten Nutzer. In der ersten Woche, die Familyship nun online ist, freuen wir uns über Zugriffe von Kiel bis Wien und dürfen mit knapp 4500 Seitenzugriffen leise hoffen, der lesbischen und schwulen Community auf dem Weg zum Wunschkind tatsächlich weiterhelfen zu können.

Wie sind sie darauf gekommen, dieses Angebot zur Verfügung zu stellen? Bei einem Besuch der Kinderwunschgruppe beim LSVD haben wir einige Menschen getroffen, die sich schon seit Jahren ein Kind wünschen, die vielleicht schon mal jemanden gefunden haben, mit dem es dann nicht klappte, die sich erneut auf die Suche machten. Die Suche nach einem geeigneten Menschen war jeweils ein Kernstück der Fragen. Wir wollen mit Familyship das gegenseitige Kennenlernen vereinfachen.

Welche Erfahrungen haben Sie bei der Suche nach einem Vater gemacht? Wir haben uns zunächst sehr gespannt und unbedarft auf die Suche nach einem zukünftigen Vater gemacht. Gleich bei der ersten Antwort auf eine Kontaktanzeige dachten wir: er ist es, er ist perfekt. ... und dann meldete er sich nie wieder und wir wundern uns noch heute. Seither ist uns klar, dass das Vatersuchen nahezu genauso schwierig ist wie eine Partnersuche. Der Eindruck vor dem ersten Chiffre-Treffen „ein Date ohne Date“ zu haben, war schon gar nicht so verfehlt. Familyship ist somit auch ein bisschen als Hilfe zur Selbsthilfe entstanden. Wir sind noch auf der Suche.

Welchen Ratschlag möchten Sie denjenigen, die eine Regenbogenfamilie gründen möchten, mit auf den Weg geben? Haltet durch, habt Mut und Geduld, ihr seid Pioniere. Regenbogenfamilien zu gründen als eine bewusste Entscheidung ist recht neu, die Hürden, die dabei auftreten, sind noch nicht millionenfach genommen worden – aber ohne die neuen Trampelpfade wird es zukünftig keine Landstraßen geben, keinen Transrapid.

Interview: Christina Reinthal

familyship.de

queer family – der Blog

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Katharina Runge bloggt auf siegessaeule.de über ihre vielen Coming-outs als Schwangere, Ärzte und Hebammen und ihre neue queer family (Foto: Silke Kaiser/pixelio.de) zum Blog



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LSVD und Regenbogenfamilien

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