Inventing Queer Cinema
Eine Ausstellung zur Geschichte des queeren Kinos

Mit »Inventing Queer Cinema« eröffnet die Deutsche Kinemathek ihre erste Ausstellung am neuen Standort im Berliner E-Werk. Im Fokus stehen Filme und Filmarbeitende, die seit den 1970er-Jahren das queere Kino in Deutschland entscheidend geprägt und immer wieder neu erfunden haben. Es ist eine Geschichte von Widerstand, Solidarität und Innovation, die bis in die Gegenwart reicht.
Queeres Kino erzählt von den Geschichten, Erfahrungen und Lebensrealitäten queerer Menschen – und hinterfragt dabei oft auch filmische Konventionen oder entwickelt sogar eigene, widerständige Formsprachen.
»Inventing Queer Cinema« stellt nicht nur zentrale Filme vor, sondern würdigt auch Personen, die im Laufe der letzten Jahrzehnte auf unterschiedliche Weise für die Sichtbarmachung von queerem Kino gearbeitet haben – darunter Filmemacher*innen, Festivalmacher*innen, Filmverleiher*innen und viele mehr. Von welchem Kino träumten sie oder träumen sie noch immer? Worin lag mitunter Scheitern begründet, worin Erfolge?
»Inventing Queer Cinema« zeigt, wie queeres Kino gesellschaftliche Entwicklungen begleitet, geprägt und sogar den sogenannten Mainstream beeinflusst hat. Die Schau beleuchtet ebenfalls die besondere Bedeutung der Stadt Berlin als Ort queerer Film- und Subkultur, die auch von internationalen Künstler*innen bereichert wurde.
Für die Ausstellung öffnet der Filmverleih Salzgeber erstmals sein umfangreiches Archiv. Darüber hinaus verweist ein Prolog auf frühe Beispiele seit den 1910er-Jahren aus den Beständen der Deutschen Kinemathek. Weitere Stationen zeigen, wie das Medium Fernsehen queere Themen aufgegriffen, verstärkt und öffentlich sichtbar gemacht hat.
Begleitet wird die Schau von einer Filmreihe im neuen Studiokino der Kinemathek sowie von weiteren Veranstaltungen.
»Inventing Queer Cinema« macht die Vielfalt des queeren Kinos erfahrbar, doch erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Ausstellung lädt dazu ein, das queere Kino weiter und immer wieder aufs Neue zu entdecken und erkunden.
»Inventing Queer Cinema«, vom 7. Mai bis 13. September 2026, jeweils Do bis So, 10 bis 18 Uhr, in der Deutschen Kinemathek (Mauerstraße 79, 10117 Berlin). Mehr Infos unter www.deutsche-kinemathek.de/inventing-queer-cinema.
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