Love is a Verb #2 – We, the Heartbroken
Von gebrochenen Herzen und neuen Verbindungen

Herzschmerz ist politisch. Denn was uns das Herz bricht, ist längst nicht nur verlorene Liebe. Es sind Kriege und Gewalt, Ausgrenzung und gesellschaftliche Spaltung, zerbrochene Hoffnungen und das Gefühl, nicht dazuzugehören. Vom 6. bis 18. Oktober fragt das HAU Hebbel am Ufer mit dem Festival „Love is a Verb #2 – We, the Heartbroken“, wie aus dieser Erfahrung etwas Gemeinsames entstehen kann: Solidarität, Widerstand und neue Formen von Gemeinschaft

“Your pain becomes my pain becomes our pain.” – Gargi Bhattacharyya
Ausgangspunkt ist ein Gedanke der Kulturtheoretikerin Gargi Bhattacharyya: Wer wahrnimmt, was in der Welt zerbrochen ist, bleibt davon nicht unberührt. Gerade geteilte Verletzlichkeit kann uns aber miteinander verbinden. Das Festival bringt internationale Künstler*innen, Aktivist*innen und Denker*innen zusammen, die mit Performance, Tanz, Musik, Gesprächen und Begegnungen nach Formen des Zusammenhalts suchen.
Was bedeutet es, eine Familie zu gründen? Dieser Frage widmen sich Rébecca Chaillon & Sandra Calderan in „La Gouineraie / Der Lesbengarten. Zwischen Eigenheimfantasie, Wahlfamilie und Alltagschaos nehmen die beiden Performerinnen – auf der Bühne wie im Leben ein Paar – mit schelmischem Humor traditionelle, patriarchale, weiße und heterosexuelle Familienmodelle auseinander – und setzen sie nach ihren eigenen Vorstellungen neu zusammen. Um die Kraft von Verbundenheit geht es auch bei „Politics of Heartbreak #3: How to Keep Going with Broken Hearts?“. Şeyda Kurt und Alice Hasters sprechen darüber, was uns in Zeiten von Verlust und gesellschaftlicher Verhärtung trägt. Den Abend beschließen die D-Dur Dykes* mit queerem Chorgesang, Community-Spirit und kollektiver Energie.

Im Zentrum des Festivals steht die „Vessel of Love“ im HAU1: ein Raum für Widerstand, Fürsorge und Verbundenheit. Zum Abschluss verwandeln die queeren Kunstikonen Annie Sprinkle & Beth Stephens in „Playing With Fire“ ihre persönlichen Verlusterfahrungen angesichts der kalifornischen Waldbrände in ökosexuelle Kunst: Film, Performance und ein gemeinsames „Ecosexual Wedding Ritual to Fire“ verbinden Trauer und Lust, Klimakrise und queere Resilienz.
Love is a Verb #2 – We, the Heartbroken
6.–18. Oktober 2026
HAU Hebbel am Ufer

Mit ABA NAIA, Ali Chahrour, Alvin Collantes, Alice Hasters, Anatolian Women’s Choir, Annie Sprinkle & Beth Stephens, Antonia Baehr, Ariel Efraim Ashbel, Azadeh Ganjeh, Bani Abidi, Candice Breitz, Cassie Augusta Jørgensen, D-Dur Dykes*, Ece Temelkuran, Faravaz, FEELINGS, Hana Yoo, İz Öztat, Jolie Ngemi, Kubra Khademi, Kysy Fischer, Liina Magnea & Finn Ronsdorf, Marina Naprushkina, Occupy Houseclub!, Olympia Bukkakis, parallelgesellschaft, Rebel-Ist-hah!, Rébecca Chaillon & Sandra Calderan, Season Butler, Şeyda Kurt, Simin Jawabreh, SOAP&SKIN, Thelma Buabeng, Vlatka Horvat u.v.m.
https://www.hebbel-am-ufer.de/programm/festivals-projekte/love-is-a-verb-2/

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