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K-Word #507: Neues aus der Lesbenwelt

Lily-Rose Depp verliebt in queere Rapperin, neue lesbische Datingshow, Biopic über Patricia Higshmith mit Starbesetzung, Martina Voss-Tecklenburg, Anna Nicole Smith - und mehr!

Von Karin Schupp

19.5.2023 - Lily-Rose Depp und die queere Rapperin 070 Shake sind verliebt! „4 Monate mit meinem Crush“, schrieb die Schauspielerin und Tochter von Vanessa Paradis und Johnny Depp letzte Woche in ihrer Instagram-Story zu einem Kussfoto mit der Musikerin, die zuletzt mit Kehlani zusammen war (K-Word #475). Von Depp waren bisher nur Heterobeziehungen bekannt, darunter mit Timothée Chalamet. 2016 posierte sie zwar für ein Fotoprojekt mit Menschen, die „nicht zu 100% heterosexuell“ sind, betonte damals aber, dass das nicht ihr Coming-out gewesen sei: „Ich wollte damit einfach nur sagen, dass man seine Sexualität nicht labeln muss.“ In der neuen HBO-Serie Idol (US-Start im Juni) spielt die 23-Jährige ihre erste Hauptrolle, einen aufstrebenden Popstar.

Lily-Rose Depp/ Instagram Lily-Rose Depp (r.) und 070 Shake

Glückwunsch! Mit einem Sieg über den SC Freiburg holte der VfL Wolfsburg gestern seinen 10. DFB-Pokal! Während die Meisterschaft in dieser Saison wahrscheinlich an Bayern München geht, besteht aber noch Hoffnung auf das Double: Am 3. Juni spielen die Wolfsburgerinnen im Champions League-Finale gegen Barcelona.

Huth/ InstagramFür Svenja Huth (l.), hier mit ihrer Frau Laura, ist es der achte DFB-Pokal (davon vier bei ihrem früheren Club FFC Frankfurt).

In der ARD-Doku Martina Voss-Tecklenburg – Mehr als nur Fußball spricht die Bundestrainerin und Ex-Nationalspielerin auch über ihre drei Liebesbeziehungen - zwei mit Männern und dazwischen sechseinhalb Jahre mit ihrer damaligen Teamkameradin Inka Grings, heute Trainerin des Schweizer Nationalteams. „Es ist mir wichtig, zu meinen Beziehungen zu stehen“, sagt sie. „Und es ist mir wichtig, nicht im Versteckten zu leben.“ Voss-Tecklenburg thematisiert auch ihren Rauswurf aus dem Olympia-Kader 2000 nach der Trennung von Grings – mit der damaligen Bundestrainerin Tina Theune-Meyer hat sie sich aber längst wieder versöhnt. Die halbstündige Doku steht in der ARD-Mediathek.

ARD/ ScreenshotMartina Voss-Tecklenburg in „Mehr als Fußball“

Heiraten oder Sachen packen: Das ist die knallharte Prämisse der Datingshow The Ultimatum: Queer Love, die am 24. Mai bei Netflix startet. Fünf lesbische Paare, die sich uneinig sind, ob mal allmählich die Hochzeit ansteht oder nicht, können sich eine Woche lang unter den anderen Kandidat:innen (auch nichtbinäre sind darunter) umsehen, mit der auserwählten Person eine dreiwöchige „Test-Ehe“ ausprobieren und danach ihre endgültige Entscheidung treffen: Gehen sie verlobt, als Single oder mit einer neuen Liebe nach Hause?

Schon jetzt auf Netflix: Von der Stripperin zum Playboy-Model und Ehefrau eines 89-jährigen Milliardärs bis zu ihrem Drogentod 2007: Das tragische Leben von Anna Nicole Smith (1967-2007) ist Thema der Doku You Don’t Know Me, und darin spielt auch ihre Bisexualität eine größere Rolle: in Form von Smiths Ex-Freundin Melissa „Missy“ Byrum, mit der sie ab 1992 zusammen war. „Ich war wirklich verliebt in sie“, sagt die 55-Jährige in der Doku. „Ich war ihre erste weibliche Loverin, glaube ich. Sie hatte einen unersättlichen Appetit auf Sex. Sie war eine sehr gute Loverin.“ Ob Missy wirklich Smiths Erste war, ist fraglich, denn eine Frau namens Sandi Powledge sprach bereits vor über zwanzig Jahren über ihre Beziehung, die 1991 begonnen haben soll und teilweise offenbar zeitgleich lief.

Netflix Anna Nicole Smith (r.) und Missy Byrum

Und ebenfalls neu auf Netflix: In der 6. Staffel der Dokuserie Selling Sunset über Luxus-Maklerinnen in Los Angeles, die sich alle so kleiden, als seien sie auf dem Weg zu einer glamourösen Party, taucht auch Chrishell Stauses Liebste:r G Flip auf. Die Ex-Soap-Schauspielerin, die jetzt in Immobilien macht, ist seit kurzem mit dem queeren, nichtbinären Rockstar aus Australien verheiratet (K-Word #506). Dass sie ein Paar sind, verriet Stause in der Reunion-Show von Staffel 5.

Netflix Chrishell Stause (l.) und G Flip in „Selling Sunset“

„Sie sind jetzt alle Tanten meiner 8-jährigen Tochter. Es war einer meiner Lieblingsmomente im Weißen Haus!” So schwärmte Joe Bidens lesbische Pressesprecherin Karine Jean-Pierre bei den GLAAD Media Awards vom Besuch der The L Word-Stars Kate Moennig, Leisha Hailey, Jennifer Beals und Serienschöpferin Ilene Chaiken im April in Washington (K-Word #504).

Dykes to Watch Out For, der weltweit erfolgreichste lesbische Comic (1983-2008), gibt’s bald auch zum Hören. Am 1. Juni erscheinen bei Audible Alison Bechdel Geschichten um die feministische Buchhändlerin Mo, die Aufreißerin Lois und ihre (überwiegend) lesbischen Freund:innen als Hörbuch, gesprochen von queeren Persönlichkeiten wie Jane Lynch (The Marvelous Mrs. Maisel), Roberta Colindrez (A League of Their Own), Carrie Brownstein (Portlandia) und der Schriftstellerin Roxane Gay.

Audible/ Devin Gutierrez, CC-BY/ IFC Prod. Carrie Brownstein (r.) und Roberta Colindrez

Dass Patricia Highsmith (Carol) zwar mit ihrer Homosexualität haderte, aber ein reiches lesbisches Liebesleben hatte, wissen wir spätestens seit der Dokumentation Loving Highsmith (unsere Filmkritik) - und bald wird das auch in einem Biopic erzählt. The Murderous Miss Highsmith nimmt die jungen Jahre der Autorin (1921-1995) in den Fokus, als sie in der New Yorker Lesbenszene unterwegs war. Für die Hauptrolle wurde Shailene Woodley (Big Little Lies) gecastet, Noémie Merlant, bekannt aus dem Lesbendrama Portrait Of A Lady On Fire, und Cara Delevingne (K-Word #497) spielen zwei ihrer Loverinnen.

Metropolitan Film, Rolf Tietgens/ Courtesy K. Delellis, StudioCanal, Hulu Ab links oben im Uhrzeigersinn: Shailene Woodley (in „Der Mauretanier“), Patricia Highsmith, Noémie Merlant (in „Liebe, Frieden und Death Metal“), Cara Delevingne (in „Only Murders in the Building“)

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Weiterlesen: K-Word #506: Neues aus der Lesbenwelt

 

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