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K-Word #105: Neues aus der Lesbenwelt

Heute mit den lesbischsten Emmy-Nominierungen aller Zeiten, Megan Rapinoe, Ali Krieger und anderen Fußballerinnen, Dunja Hayali, der TV-Serie "The 100", Amber Heard - und der Frage, was uns an dem Männerstrip-Film "Magic Mike XXL" interessieren könnte.

Parodiert unter anderem Justin Bieber, Hillary Clinton und Ellen DeGeneres: die Emmy-nominierte Kate McKinnon (r.) mit der echten Ellen in deren Show - Foto: Screenshot

Von Karin Schupp

l-mag.de, 17.7.2015 - Gestern wurden die Emmy-Nominierungen 2015 bekannt gegeben, und auf der Liste stehen mehr Lesben als je zuvor: die Comedians  Kate McKinnon für die Comedyshow Saturday Night Live und Lily Tomlin für die Serie Grace and Frankie, Jane Lynch für die Gameshow Hollywood Game Night und die bisexuelle Schauspielerin Sarah Paulson für American Horror Story: Freak Show. Und hinter den Kulissen: Regisseurin Lisa Cholodenko (The Kids Are All Right) und Drehbuchautorin Jane Anderson für den Mehrteiler Olive Kitteridge (der 13 Nominierungen bekam) und die Saturday Night Live-Autorin Paula Pell.

Der TV-Film Bessie (K-Word #96) über die bisexuelle Bluessängerin Bessie Smith bekam 12 Nominierungen, darunter für die lesbische Regisseurin Dee Rees und die Hauptdarstellerin/ Produzentin Queen Latifah.

Bekam schon letztes Jahr einen Emmy: Uzo Aduba als Suzanne "Crazy Eyes", die in der 3. Staffel zarte Bande zu Maureen (Emily Althaus) knüpfte - Foto: Screenshot

11 Nominierungen gab's für die queere Serie Transparent, darunter für Gaby Hoffman ("Ali") und in der Kategorie "Beste Comedyserie", wo sie mit Carrie Brownsteins queerer Sketchcomedy Portlandia konkurriert. Ebenfalls auf der Emmy-Liste:  Orange is the New Black als "Beste Dramaserie" und Uzo Aduba ("Crazy Eyes"), Rachel Brosnahan für ihre lesbische Rolle in House of Cards, und - längst überfällig - Tatiana Maslany, die in Orphan Black unter anderem eine lesbische und eine Trans*-Figur spielt. Die Verleihung des US-Fernsehpreises findet am 20. September statt.

Dass die kanadische Nationaltorhüterin Erin McLeod und die US-Spielerin Ella Masar (K-Word #104) geheiratet haben, fanden nicht alle gut, wie Masars Instagram-Post zu entnehmen ist. Dort antwortet die gläubige Christin den christlich motivierten Homophoben: „Danke, dass ihr für mich betet, denn während ihr betet, ‚Herr, bitte hilf Ella zu erkennen, dass ihre Liebe zu dieser Frau eine Sünde ist (…)‘, sage ich dasselbe: ‚Herr im Himmel, danke, dass du mir erlaubt hast, meine bessere Hälfte zu finden, jemanden, der meinen Glauben stärkt und mir erlaubt, die Person zu sein, die ich immer sein wollte.‘“

Ella Masar (r.) und Erin McLeod beim Sündigen... - Foto: Instagram

Ihr Sieg beim Finale der Fußball-WM liegt schon fast zwei Wochen zurück, aber die US-Nationalspielerinnen werden noch immer gefeiert! Taylor Swift holte sie bei ihrem Konzert in New Jersey auf die Bühne, am Mittwoch wurden sie beim Sportpreis ESPY Awards in L.A. als "Bestes Team" ausgezeichnet, und einige von ihnen begleiteten Ali Krieger zur Premierenparty der Nackige-SportlerInnen-Ausgabe der Sportzeitschrift ESPN, für die sie posierte (K-Word #104) - oder, wie Megan Rapinoe es auf Twitter formulierte: „Celebrating out naked Gal @alikrieger“. Zu ihren Gästen gehörte auch Ersatz-Torfrau Ashlyn Harris, die mit Ali bei Washington Spirit spielt (und dass es Gerüchte um die beiden - Pärchenname: „Krashlyn“ - gibt, will ich nicht verschweigen - bestätigt haben sie sie bisher aber nicht.)

Ashlyn Harris (Coming Out durch Outfit???) und Ali Krieger mit Ex-Basketballstar Steve Nash - Foto: Twitter/ Harris

Da wollte sich die größte Sportzeitschrift der USA, Sports Illustrated, auch nicht lumpen lassen und schenkte allen 23 Nationalspielerinnen und ihrer (lesbischen) Trainerin Jill Ellis ein eigenes Cover - hier könnt ihr euch sie anschauen, und hier sind die eigentlich viel gelungeneren „Outtakes".

Und eine besondere Ehre wird Megan Rapinoe zuteil: das kalifornische Redding hat den 21. Juli zum „Megan Rapinoe Day“ erklärt. Die 108-fache Nationalspielerin stammt aus dem nahe gelegenen Dorf Palo Cedro.

Abby Wambach (l.) und Megan Rapinoe - Fotos: si.com

Bei ProSieben startet am 22. Juli die Science Fiction-Serie The 100 (Mi, 20:15 Uhr,) über die Überlebenden nach einem Atomkrieg. Interessant wird’s für uns aber erst in Staffel 2: Neuzugang Lexa (Alycia Debnam Carey) outet sich als lesbisch und küsst gegen Ende der Staffel Hauptfigur Clarke (Eliza Taylor). Als glückliches Paar enden die beiden allerdings nicht - im Gegenteil... Aber immerhin: “Clarke ist bisexuell”, räumte Serienschöpfer Jason Rothenberg etwaige Zweifel aus und kündigte an, Lexa in Staffel 3 zurückzubringen.

Dunja Hayali kann mal ausschlafen: Die lesbische Moderatorin des ZDF-Morgenmagazins macht die Urlaubsvertretung von Maybrit Illner. Ab 23. Juli präsentiert sie vier Ausgaben der Talkshow donnerstalk, die uns „Geschichten mit sozialpolitischem Zündstoff“ verspricht (ZDF, 22:15 Uhr).

Foto: Screenshot zdf.de

Wir sind wohl nicht gerade die Kernzielgruppe für den Männerstrip-Film Magic Mike XXL (D-Start: 23. Juli), aber ich will euch dennoch wissen lassen, dass Amber Heard darin eine bisexuelle Figur spielt. Dass das in der Handlung aber eine Rolle spielt, wage ich zu bezweifeln - denn das hätten die Medien erfahrungsgemäß bereits japsend berichtet. Der Times sagte Heard, die mit Johnny Depp verheiratet ist und zuvor mit der Fotografin Tasya van Ree zusammen war (K-Word #5), dass ihr Bi-Coming Out 2010 sie Rollen gekostet habe: „Ich will meine Sexualität nicht verleugnen, aber ich will auch nicht durch sie definiert werden. Ich bin zutiefst dagegen, mich zu verbiegen, um beliebt zu sein. Das ist mir scheißegal. Ich kämpfe, aber ich sollte das nicht tun müssen.“

Amber Heard in "Magic Mike XXL": Sie durfte die Rolle und ihr Outfit selbst gestalten, erzählte sie in einem Interview, und trägt unter anderem ihren eigenen Schmuck - Foto: Warner Bros. Entertainment Inc. 2015
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