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K-Word #145: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: Endlich Sex in "Person of Interest" und weitere Serien mit "The L Word"-Star Sarah Shahi, Beyoncé, Jodie Foster, Gillian Anderson, VfL Wolfsburg-Star Ramona Bachmann, Amélie Mauresmo und ein neuer und sehr queerer Berlin-Film.

Müssen gleich noch die Welt retten, aber so viel Zeit muss sein: Root und Shaw in "Person of Interest" - Foto: Screenshot Trailer

Von Karin Schupp

l-mag.de, 29.4.2016 - Die Amis haben’s gut: Am 3. Mai beginnt in den USA die fünfte (und leider letzte) Staffel von Person of Interest mit unserem Lieblings-Killer-Pärchen Root (Amy Acker) und Shaw (Sarah Shahi, The L Word), und wer während dieser einer Sekunde des Trailers nicht blinzelt, sieht, dass es - wie schon vorab angedeutet (K-Word #118) - zwischen den beiden freundlichen Psychopathinnen von nebenan tatsächlich (endlich!) zur Sache geht! Gut, es könnte sein, dass Shaw gehirngewaschen wurde (sie opferte sich in der letzten Staffel fürs Team bzw. Shahi ging in Babypause), aber wenn's Root nicht schert, dann soll's uns auch egal sein… Bei RTL laufen die finalen 13 Folgen der Thriller-Serie wohl nicht vor Ende des Jahres.

 

Sarah Shahi hat schon einen neuen Job: Sie übernimmt die Titelrolle in einer neuen Krimiserie, die auf der Mädchenbuch-Reihe Nancy Drew basiert, diese Vorlage aber sehr frei interpretiert: Die Original-Hauptfigur ist eine 16-jährige Hobby-Detektivin in einer Kleinstadt, während die TV-Nancy eine Kommissarin über 30 in New York ist... Und bei uns ist die viel beschäftigte Schauspielerin demnächst in Ray Donovan zu sehen, der Serie, in der ihre Ex-The L Word-Loverin Kate Moennig eine - leider viel zu kleine - Rolle als lesbische Assistentin spielt. Die 3. Staffel startet bei ZDFneo am 3. Mai (Di, 23:20 Uhr), Shahi hat in Folge 11 einen Gastauftritt als Popstar.

Shane und Carmen forever: Wiedersehen am Set von "Ray Donovan" im Juni 2015 - Shahis erster TV-Auftritt nach der Geburt ihrer Zwillinge drei Monate zuvor - Foto: Twitter/ Kate Moennig

Jodie Foster bekommt einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. (Wieso eigentlich erst jetzt?) Bei der feierlichen Enthüllung am 4. Mai wird ihr Kristen Stewart (K-Word #143), ihre Film-Tochter aus Panic Room, assistieren. Ob auch Jodies Frau Alexandra Hedison (The L Word) kommt, ist nicht bekannt. Man traut sich auch gar nicht zu fragen, denn: „Ich werde nie über meine Ehe und Freunde sprechen“, erklärte Jodie am Montag der New York Times. Denn sie wolle die Menschen, die sie liebe, unbedingt davor schützen, „verletzt, besudelt oder lächerlich gemacht zu werden, nur weil sie dich kennen.“ Und ihrer verquasten Coming Out-Rede bei den Golden Globes 2013 (hier nachzulesen) hat sie auch nichts hinzufügen: „Alles, was ich zu diesem Thema zu sagen habe, habe ich an diesem Abend gesagt.“

Jodie Foster auf dem März-Cover der "Interview"

Gillian Anderson (Akte X), bei uns zurzeit in The Fall – Tod in Belfast (ZDFneo, K-Word #141) zu sehen, ist da lässiger. Die Schauspielerin, die  früher “einige Frauenbeziehungen” hatte, wie sie 2012 erzählte, wurde in der TV-Show des schwulen Moderators Andy Cohen darauf angesprochen: “Du hast in einem Interview verraten, dass du in der Highschool eine Freundin hattest. When was the last time you dipped into the lady pond?” (Sorry, das kann man nicht übersetzen…), fragte er sie bei einem Fragespiel, das es ihr erlaubt hätte, eine von drei indiskreten Fragen nicht zu beantworten. Sie tat's aber: “In diesem Artikel ging es eigentlich um eine Frau, mit der ich nach dem College ungefähr ein Jahr lang in New York zusammen war. Und das war dann wohl das letzte Mal. Soweit ich mich erinnere.” Soweit ich mich erinnere? Na, da hat sie ja wohl ein wenig Spielraum gelassen…

Da nimmt mir doch Ramona Bachmann, Stürmerin beim VfL Wolfsburg, glatt die Arbeit ab und bewirbt ihr Interview in der aktuellen L-MAG gleich selbst! Die berühmteste Lesbe der Schweiz, die mit ihrer Freundin Camille seit dieser Saison in Wolfsburg lebt, hat außerdem exklusiv für uns ihre Frauenfußball-Welt-Elf aufgestellt – zu lesen am Sonntag auf L-MAG Online, bevor das Champions League-Halbfinale zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FFC Frankfurt angepfiffen wird (Eurosport, 15 Uhr) - ich sag nur so viel: Zwei deutsche Spielerinnen sind auch dabei.

The Interview is out now. Get the L-MAG Magazin to read the full Interview..

Ein von Ramona Bachmann (@bachmannr10) gepostetes Foto am

 

Feministische Black-Power propagiert Beyoncés neues Album Lemonade, das sie am letzten Wochenende veröffentlichte - und dazu gehören auch Lesben: Das “Visual Album” zur Musik zeigt nicht nur schwarze Powerfrauen wie Tennisstar Serena Williams und die bisexuelle Schauspielerin Amandla Stenberg (Tribute von Panem, K-Word #130), sondern - ganz am Ende im Video zu “All Night” - ein Frauenpaar:

 

Über ihr Medien-Coming Out mit 19 sprach Ex-Tennisstar Amélie Mauresmo (36) am letzten Samstag in der französischen Talkshow On n'est pas couché. “Da war für mich als 19-Jährige viel Unbekümmertheit dabei und auch ein bisschen Naivität”, erklärte die frühere Weltranglisten-Erste und heutige Chefin des französischen FedCup-Teams und empfiehlt diesen Schritt auch anderen lesbischen und schwulen Tennisprofis: “Ja, warum nicht? Ich bin letztlich froh, dass ich es getan habe.” Wie sie schwanger wurde – sie bekam im August 2015 ihren Sohn Aaron (K-Word #110) – wollte sie nicht erzählen, sprach sich aber für das Recht auf Insemination aus: “Ich verstehe nicht, wieso das bestimmten Menschen vorenthalten bleiben sollte.”

Amélie Mauresmo - Foto: Screenshot "On n'est pas couché"/ France 2

Ab 5. Mai im Kino: Desire Will Set You Free erzählt von drei Expats in Berlin: Der schwule Amerikaner Ezra (von Regisseur/ Autor Yony Leyser selbst gespielt) zieht mit seiner besten Freundin Catherine (Chloe Griffin) durch die Underground-Bars und Clubs der Stadt und verliebt sich in den russischen Stricher Sasha (Tim Fabian Hoffmann), der wenig später sein Trans-Coming Out hat. Währenddessen drängt Catherine ihre Freundin Jayne (Amber Benson – unvergessen als lesbische Hexe Tara aus Buffy!) in eine offene Beziehung und macht dauernd mit Männern rum. Mit viel Handlung belastet sich der Film nicht, aber wer einen schön gefilmten Einblick in die queere Szene Berlins bekommen will, ist hier richtig: Leyer drehte an rund 30 einschlägigen Orten, und etliche Szenegrößen und Promis wie Peaches, Nina Hagen, Sookee, Aéra Negrot, Blixa Bargeld und Rosa von Praunheim haben Kurzauftritte. Die Premiere ist am 2. Mai im Berliner Kino International, die weiteren Kino-Termine stehen hier.

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