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K-Word #151: Neues aus der Lesbenwelt

Heute: Whitney Houston war bi - und was ist mit Michael Jacksons Tochter Paris? "Orange is the New Black"-Stars zur Staffel-Premiere in Berlin, Kristen Stewart, Eliot Sumner, "The 100", "Game of Thrones", lesbische Unterstützung für Amber Heard - und mehr

Von Karin Schupp

l-mag.de, 10.6.2016 - Eines des hartnäckigsten Gerüchte seit den 90ern wurde jetzt bestätigt: Whitney Houston war tatsächlich bi und mit ihrer Jugendfreundin/ Assistentin Robyn Crawford zusammen. Das jedenfalls schreibt ihr Ex-Mann Bobby Brown in seinen Memoiren Every Little Step, die nächste Woche erscheinen. In einem Interview sagte er vorab: “Ich glaube wirklich, dass Whitney heute noch leben würde, wenn Robyn als Teil ihres Lebens akzeptiert worden wäre." Die Sängerin, die im Februar 2012 an einer Überdosis Drogen starb, dementierte das Gerücht zu Lebzeiten („Ich bin eine Mutter. Ich bin eine Frau. Ich bin heterosexuell. Punkt.“), woran sicherlich auch die allseits bekannte Homophobie ihrer Mutter Cissy ihren Anteil hatte. Crawford, die sich nie öffentlich geäußert hat, lebt heute offen lesbisch mit ihrer Frau Lisa Hintelman und zwei Kindern in New Jersey.

Foto: Asterio Tecson, CC-BY-SA Foto: Asterio Tecson, CC-BY-SA

Und was ist mit Paris Jackson? Über Michael Jacksons Tochter kamen Bi-Gerüchte auf, als sie an ihrem 18. Geburtstag im April beim Küssen einer Freundin fotografiert wurde. „Bin ich jetzt lesbisch, nur weil ich meinen Freundinnen Luft in die Nase puste?“, kommentierte sie die Bilder auf Instagram - und postete letzte Woche ein Foto von ihrem Abschlussball, den sie - in Anzug und Krawatte - mit einer Freundin besuchte. Einen Freund hat sie allerdings auch: den Musiker Michael Snoddy.

Paris Jackson auf Instagram: "Nur wahre Freunde färben sich ihre Haare, damit sie zum Abschlussball-Kleid ihrer Freundin passen."

Was auf Instagram wie ein Mädels-Wochenende in Berlin aussah, war eigentlich eine Dienstreise: Fünf Orange is The New Black-Stars – Lea DeLaria (Big Boo), Yael Stone (Morello), Uzo Aduba (Suzanne), Selenis Leyva (Gloria) und Dascha Polanco (Daya) - waren von Samstag bis Mittwoch in der Stadt, um die vierte Staffel der Frauenknastserie (ab 17. Juni auf Netflix) zu bewerben und erkundeten zwischendurch die Stadt, machten Selfies und besuchten – in DeLarias Fall - fast unerkannt den queeren Club „Die Busche“. Zur umjubelten Europa-Premiere am Dienstag im Kino in der Kulturbrauerei gesellte sich noch Kate Mulgrew (Red), die wegen ihres gestrichenen Hinflugs erst später anreisen konnte. Mehr zur Premiere und eine Vorschau auf die neue  Staffel gibt’s am Sonntag auf l-mag.de, Mitte Juni folgen unsere Interviews mit den Schauspielerinnen.

Uzo Aduba, Lea DeLaria und Dascha Polanco am Brandenburger Tor, Kate Mulgrew, Yael Stone, Selenis Leyva und Lea DeLaria auf der Premierenparty (v.l.n.r.) - Fotos: Instagram

Typisch: Kaum hatte Amber Heard die Scheidung von Johnny Depp eingereicht und ihm Gewaltausbrüche vorgeworfen, wird sie als Lügnerin dargestellt, die sich Depps Millionen krallen will und als Bisexuelle ohnehin zwielichtig ist. Unterstützung kam jetzt von io Tillett Wright (K-Word #111): Die genderqueere Fotograf_in war die Person, die am 21. Mai die Polizei wegen häuslicher Gewalt holte. „Ich habe 911 gewählt, weil Amber es nie getan hätte“, schreibt Wright auf der Webseite Refinery29. „Weil immer, wenn es passierte, ihr erster Gedanke war, ihn zu schützen.“ Wright, die ein Jahr lang bei dem Paar wohnte und Depp als „Freund und Bruder“ bezeichnete, will vor Gericht aussagen. Heards Ex Tasya van Ree, mit der sie fünf Jahre zusammen war, stellte sich vor sie verteidigte sie indes gegenüber dem Vorwurf, 2009 doch selbst nach einem handgreiflichen Beziehungsstreit festgenommen worden zu sein. Das Geschehen an einem Flughafen sei „falsch interpretiert und sensationalisiert“ worden, zur Anklage sei es nie gekommen, erklärte die Fotografin. „Es ist entmutigend, dass Ambers Integrität und ihre Story wieder einmal in Frage gestellt werden.“

Amber Heard (l.) und io Tillett Wright - Fotos: gdcgraphics/ CC-BY-SA, Wright/ Instagram

Karl Lagerfeld-Muse Kristen Stewart drehte mal wieder einen Werbespot für Chanel (K-Word #125), knöpft ihre Bluse auf und scheint sich irgendwie zu langweilen... Auf ihre neuen Filme müssen wir noch eine Weile warten: Woody Allens  Café Society startet bei uns am 10. Nov., der Fantasy-Thriller Personal Shopper von Olivier Assayas (Die Wolken von Sils Maria) am 17. Jan. 2017.

Feuriger geht's in diesem Spot zu, in dem Model Lucie von Alten und Musikerin Eliot Sumner, seit fast drei Jahren ein Paar (K-Word #125), für Mercedes Benz Fashion werben. Da brennen sogar die Autos...

Ab 20. Juli zeigt ProSieben endlich die 3. Staffel von The 100, die mit ihren Storyline über die bisexuelle Hauptfigur Clarke (Eliza Taylor) und ihre große Liebe Lexa (Alycia Debnam-Carey) in den USA einen gewaltigen Shitstorm auslöste (mehr dazu später an späterer Stelle, um noch nichts zu spoilern!). Staffel 2 läuft gerade bei Sixx (Fr, 20:15 Uhr).

Auch die Freundinnen des gepflegten Gemetzels haben jetzt offenbar ihre Lesbe: In der aktuellen 6. Staffel von Game of Thrones knutscht Kriegerin Yara (Gemma Whelan) in einer Art Bordell mit einer Frau, während ihr Bruder Theon missmutig zuschaut, und verkündet am Ende: „I’m going to go fuck the tits off this one.“ In der Roman-Vorlage ist Yara (die dort Asha heißt) hetero. Die Serie läuft bei Sky und Streaminganbietern.

Neu bei Amazon: Die US-Serie UnREAL wirft einen bitterbösen Blick hinter den Kulissen der fiktiven Datingshow Everlasting (Ähnlichkeiten mit dem Bachelor sind nicht zufällig…), wo Producerin Rachel (Shiri Appleby) und ihre Chefin Quinn (Constance Zimmer) ohne Skrupel alles dafür tun, um die Einschaltquoten hochzutreiben. Der L-Faktor: Eine Kandidatin erlebt ihr Coming Out, die Co-Schöpferin der Serie, Sarah Gertrude Shapiro, ist lesbisch (und arbeitete früher beim echten Bachelor), und Hauptdarstellerin Shiri Appleby spielte in Chicago Fire (Vox) und Code Black (ProSieben) lesbische Rollen (hier aber leider nicht!). Staffel 1 steht jetzt komplett online, die Folgen der 2. Staffel werden ab heute im Wochenrhythmus bereitgestellt.

Wenn sie jetzt noch ein Paar wären, wäre die Serie perfekt: Rachel (l.) und Quinn in "UnREAL" - Foto: Lifetime

Ab 16. Juni im Kino: Die indische Dramedy 7 Göttinnen und das deutsch-mongolische Liebesdrama Schau mich nicht so an. Lest nächste Woche unsere Filmkritiken auf l-mag.de.

 

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