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K-Word #89: Neues aus der Lesbenwelt

Heute mit Evan Rachel Wood, Beth Ditto, Ulrike Folkerts, Anni & Jasmin in GZSZ, L-Beach, Film-Tipps und einem Topmodel, das sich gegen die regenbogenfamilienfeindlichen Sprüche von Domenico Dolce (D&G) wehrt.

Beth Ditto und Evan Rachel Wood - Foto: Wildfang.com

Von Karin Schupp

l-mag.de, 27.3.2015 - Wildfang, die wohl lesbischste Kleidermarke der Welt, hat sie alle: für die Tomboy-Klamotten aus Portland/ Oregon posierten unter anderem schon Kate Moennig, Gossip-Drummerin Hannah Blilie und US-Fußballstar Megan Rapinoe; Stars wie Ellen Page und Tegan and Sara sind erklärte Fans des Labels. Und auch die neue Werbekampagne fährt große Namen auf: die Hauptrolle in „Evan Rachel Would“ spielt - natürlich - Evan Rachel Wood. Die Emmy-nominierte Schauspielerin, die letztes Jahr mit Kate Moennig techtelte (K-Word #68), begegnet im Werbeclip unter anderem Sonic Youth-Sängerin Kim Gordon und singt mit Beth Ditto in einer Karaoke-Bar Linda Perrys „What’s Up?“. Und jetzt hoffe ich, dass die beiden tatsächlich eine Band namens „Lady Balls“ gründen!

Einen Shitstorm vom Feinsten gab’s neulich, als sich Domenico Dolce, selbst schwul, vom Modelabel Dolce & Gabbana gegen Regenbogenfamilien und „synthetische Kinder“ aussprach: „Gemieteter Uterus, Samen aus dem Katalog… die Psychiater können mit den Folgen dieser Experimente gar nicht umgehen.“ Den zahlreiche, vom schwulen Vater Elton John angeführten Protesten schloss sich auch das dänische Topmodel Josephine Skriver an: „Ich bin ein aus Liebe geborenes Kind und sonst nichts. #IAmNotSynthetic #IVF”, tweetete das Victoria Secret-Model, das auch schon für D&G über den Laufsteg ging. Sie hat nämlich eine lesbische Mutter und einen schwulen Vater, die sich per Kinderwunsch-Zeitungsanzeige fanden. Die 21-Jährige ist Mitglied des Family Equality Council, einer US-Organisation für Regenbogenfamilien, und posierte für dieses Interview mit ihrer Mutter:

Ulrike Folkerts mal im Fummel: am Ostersonntag ist sie in dem Historienfilm Das goldene Ufer zu sehen, wo sie als Gräfin Elfreda mit ihrem Mann (Walter Sittler) mit strenger Hand über ihren Gutshof und ihre Bediensteten herrscht - im besten Fall also ein deutsches Downton Abbey (ZDF, 5. Apr., 20:15 Uhr).

„Ich finde euch ja auch attraktiv, aber der Film heißt nun mal ‚Das goldene Ufer‘ und nicht ‚Das andere Ufer‘.“ - Foto: ZDF, Martin Spelda

Als Lena Odenthal landete Folkerts übrigens auf Platz 4 der beliebtesten TV-Ermittlerinnen in Deutschland - zumindest in einer Emnid-Befragung, die die Programmzeitschrift auf einen Blick in Auftrag gegeben hat. Überrundet wurde sie nur von Mariele Millowitsch (Marie Brand), Senta Berger (Unter Verdacht) und Maria Furtwängler (Tatort), die - sicherlich auch von einigen Lesben - auf Platz 1 gewählt wurde.

Nächste Woche in GZSZ: Anni (Linda Marlen Runge) und Jasmin (Janina Uhse), die ja gerade eine Beziehungspause einlegen, kommen sich nach dem Motto "Zwei Schritte vor, einer zurück" wieder näher, und immerhin ist in der Folgenbeschreibung vom 2. April von einer "genussvollen Nacht" die Rede... (RTL, 19:40 Uhr)

Nele, Anni und Jasmin trinken sich Neles Hochzeitskleid schön - Foto: RTL/ Rolf Baumgartner

Noch vier Wochen bis L-Beach (23.-26. April) - und das Programm ist schon fast komplett. In diesem Jahr stammen sechs Live Acts aus Deutschland, darunter Judith Holofernes, Ex-Frontfrau von Wir sind Helden (und Tochter einer lesbischen Mutter), Jennifer Rostock (unten der Videoclip, den sie gegen Russlands homophobe Politik drehten) und Josi, die Siegerin des L Beach-Castingwettbewerbs 2014. Einen Schweden-Schwerpunkt gibt's aber auch: dort wurden der lesbische Popstar Beatrice Eli (unser aktuelles L-MAG-Covermodel), die Electro-Popperin Karin Park und die New-Folk-Sängerin Sarah MacDougall geboren. Und erstmals steht kein Ex-The L Word-Star auf der Bühne, stattdessen kommt Cathy DeBuono, bekannt aus Lesbenfilmen (And Then Came Lola, A Perfect Ending) und der Webserie We Have to Stop Now, die sie mit ihrer damaligen Freundin Jill Bennett drehte.

Ein verregnetes Wochenende? Da hab‘ ich was für euch: das British Film Institute (BFI) hat fünf LGBT-Kurzfilme hochgeladen, die ihr noch bis 29. März kostenlos online anschauen könnt. Um größtmögliche Verbreitung zu finden, wird dieses Angebot in über 70 Ländern promotet, darunter China, Indien und Ukraine. Eine lesbische Science Fiction-Lovestory ist auch dabei: in Code Academy von der lesbischen Regisseurin Nisha Ganatra (Chutney Popcorn) erleben Jugendliche ihre erste Liebe nur in der virtuellen Welt, und die Außenseiterin Frankie (Renée Felice Smith) programmiert sich dort als Junge, um das Mädchen ihrer Träume zu erobern.

Renée Felice Smith und - ja, ihr habt richtig gesehen - Janina Gavankar (The L Word) in einer Nebenrolle - Foto: Code Academy

Ab 31. März auf DVD: 52 Tuesdays von Sophie Hyde, der bei der Berlinale 2014 als bester Film der Sektion „Generation 14plus“ und mit dem Leserjurypreis unseres Schwestermagazins Siegessäule ausgezeichnet wurde. In dem australischen Film erlebt die 16-jährige Billie (Tilda Cobham-Hervey) das Trans-Coming Out ihrer bislang lesbisch lebende Mutter (gespielt von Trans-Aktivist Del Herbert-Jane) und sucht nach ihrer eigenen Identität und Sexualität. Das Ungewöhnliche: der Film wurde ein Jahr lang nur an Dienstagen gedreht. Den Trailer gibt's nur auf Englisch, auf der DVD ist der Film deutsch untertitelt.

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