Deutschlands älteste Lesbenbar retten: „La Gata“ in Frankfurt steht vor dem Aus
„Kultur stirbt nicht zufällig. Sie wird verdrängt“, heißt es in der Petition zur Rettung von „La Gata“. Weil der Mietvertrag gekündigt wurde, droht der Lesbenbar in Frankfurt/M. nach 55 Jahren das Aus.
Mercedes Rodriguez Garcia-Gutierrez „La Gata“: Seit 1971 Begegnungsort und Safe Space für Generationen von lesbischen und queeren Frauen23.2.2026, red. - Seit 1971 Jahren gibt es in Frankfurt/Main die älteste noch bestehende Lesbenkneipe Deutschlands, zugleich eine der ältesten (und nur noch wenigen) weltweit: „La Gata“ in Sachsenhausen war schon Treffpunkt und Safe Space für Generationen an lesbischen und queeren Frauen und ist Teil der lesbischen Kulturgeschichte.
Die Wirtin Ricky Wild, die den Laden vor fast 55 Jahren eröffnete, schaffte es – auch dank einer Spendenaktion –, ihn durch die Corona-Pandemie zu bringen (wir berichteten), 2021 konnte das 50-jährige Jubiläum gefeiert werden. Doch jetzt ist die Existenz von „La Gata“ wieder bedroht und zwar ernsthaft: Der Vermieter hat den Mietvertrag gekündigt, der Rauswurf droht schon zum 31. März 2026.
Eine Petition soll nun dabei helfen, die Kündigung zu verhindern und öffentliche Aufmerksamkeit zu schaffen. Statt Schließung fordert sie den Schutz des „La Gata“ als kulturell bedeutenden Ort, politisches Eingreifen und die langfristige Sicherung der Bar. „Kultur stirbt nicht zufällig. Sie wird verdrängt. Und Geschichte verschwindet nicht einfach. Sie wird ausgelöscht, wenn wir schweigen“, heißt es im Petitionstext. Helft mit, eine lesbische Instituion zu retten, die mehr ist, als nur eine Kneipe!
Hier geht’s zur Petition bei Change.org
Auch eine Demo ist geplant - Updates auf der Instagram-Seite von La Gata

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