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Die 11 lesbischsten Musikvideos 2026 (bisher)

Der Partyflirt, der Crush auf die Freundin, die Teenie-Lovestor - es braucht nicht immer eine Spielfilmlänge! Wir stellen die besten elf Musikvideos des 1. Halbjahrs 2026 vor, die uns in wenigen Minuten eine emotionale lesbische Story erzählen.

Youtube/ScreenshotKeeana Kee: „Forever Young“

Von Karin Schupp, 28.6.26

1. Malou Lovis: „When I’m with you“

Mit ihrem relaxten Liebeslied schaffte es die The Voice-Gewinnerin (2023) nicht zum diesjährigen ESC, aber in der Vorentscheid-Show sorgte sie zumindest für lesbische Sichtbarkeit: Der Song richtet sich an ihre Freundin Pia, wie die Kölnerin im Einspieler sagte. Im Video wird ihre Partnerin von der Schauspielerin Sarah El-Issa gespielt.

2. Hayley Kiyoko: „girls like girls“

Moment mal – ist dieser Song nicht schon elf Jahre alt?! Stimmt, aber die lesbische Popsängerin hat aus dem damaligen Video zunächst einen Jugendroman (dtv Verlag, 2023), dann einen Spielfilm gemacht – und im Vorfeld des Kinostarts daraus wiederum ein neues Musikvideo: So schließt sich der Kreis! In den USA läuft die Teenie-Lovestory seit Mitte Juni im Kino, einen deutschen Starttermin gibt’s noch nicht.

3. Kid Sistr: „American Teenage Prophecy“

Das queere Indie-Trio aus New York wurde zu diesem Song von den Rockmusikerinnen Joan Jett und Cherie Curie inspiriert, die im Biopic The Runaways (2010) von Kristen Stewart und Dakota Fanning gespielt wurden. Wie habe sich deren Beziehung ohne den „wahnsinnigen Druck der Musikindustrie und die Erwartungen der Männer in ihrem Umfeld“ entwickelt, fragte sich Bassistin Sara Keden. Und welche Erfahrungen hätte sie in ihrer eigenen Jugend „vielleicht gemacht, wenn ich nicht so sehr darauf fixiert gewesen wäre, die Aufmerksamkeit von Jungen zu erregen.“

4. Lucia de la Puerta: „Keloke“

„She smiled at me and things got heated/ She danced with me and then disappeared“ - man kennt’s: Die beste Freundin flirtet und ist touchy-feely - und die andere schmachtet und ahnt: Die scheint’s nicht ernst zu meinen. Die lesbische Sängerin aus Spanien ist ein Multitalent: Sie ist auch Schauspielerin und war früher Tennisprofi.

5. Keeana Kee: „Forever Young“

Sexy on Ice: Der Song will eine mutmachende „Reflexion über Identität, Durchhaltevermögen und den Mut, wahrhaftig zu leben“ sein, im Video tanzt die russisch-estnische Eiskunstläuferin Natalia Zabiiako (Olympia-Silber 2018 und Freundin von Tennisstar Daria Kasatkina) dazu. Kee, die auch Model ist, stammt aus Lettland und lebt in New York. 

6. Virginia Ernst: „Love is the Only Thing“

Die Österreicherin reist im Video durch ihr Leben: Sie war früher Eishockeynationalspielerin, wurde dann Musikerin und hat mit ihrer Frau Dorothea inzwischen zwei Kinder – auch sie sind in ihrem Video zu sehen. Genau darum geht's in dem Song: um die Menschen, die einen lieben und auffangen!

7. Zaya Sabrina, „Make Her Mine“

Ein Abend mit Freund:innen – und zwischen Zaya und der schönen Unbekannten prickelt’s auf Anhieb. Aber es dauert, bis die beiden endlich alleine sind und sich küssen können… Die Sängerin und Schauspielerin aus den Niederlanden ist in ihrer Heimat bisher vor allem als Kandidatin der lesbischen Datingshow „I Kissed a Girl“ (2025) bekannt.

8. Lucy Spraggan: „Other Sides of the Moon“

Die britische Musikerin, die 2012 durch die Castingshow X Factor berühmt wurde, heiratete ihre Frau Emilia schon im Sommer 2024 und auch ihr Song erschien schon 2025. Aber die 34-Jährige nahm den diesjährigen Valentinstag zum Anlass, die Bilder ihrer Hochzeit und den Song zu einem neuen Video zu kombinieren. Der Mann, der Lucy zum Altar führt, ist übrigens Simon Cowell: der britische Dieter Bohlen war seinerzeit ihr X Factor-Juror.

9. Towa Bird, „Dog“

Die Britin schreibt und spricht gerne über (queeren) Sex und hält das für einen „aktiven Akt der Befreiung und des Widerstands, besonders für Lesben, weil es verdammt selten vorkommt“, wie sie der Cosmopolitan sagte. Für  „Dog“ wählte sie ein noch selteneres Thema: Es geht um BDSM und die Unterwerfung unter ihre Sexpartnerin (die aber nicht von ihrer echten Freundin, Popstar Renee Rapp, gespielt wird).

10. Martina Petric, „Slow“

Ein bisschen Leder gibt’s auch hier (zeichnet sich da etwa ein kleiner Trend ab?), aber das sinnliche Video um ein Liebespaar im Bett ist dann doch eher Vanilla. Die Kurzhaarige ist die chilenische Musikerin selbst, die ein bekannter Name in der Elektroszene Barcelonas ist.

11. LUMA, „Fruit in Season“

Reife Früchte, Lippenstift an Gläsern und Frauen, die sich küssen - so ein Best-of aus erotischen Motiven kommt raus, wenn man die Künstliche Intelligenz dran lässt: Video und Song entstanden mithilfe von digitalen Algorithmen. Über die Person, die hinter dem Projekt „LUMA“ steckt, ist nur bekannt, dass sie ein kleines KI-Studio namens Lumoscuria betreibt und dort offenbar ausschließlich lesbische Kurzfilme herstellt. 

BONUS-SONG:

Meg Stalter: „GAY“

„I know you guys wanted a gay song“, singt die queere Hacks-Schauspielerin („Ich bin eher lesbisch, aber eben doch bi“, K-Word #663) und startet ihren Dance-Pop-Song kenntnisreich mit „Two short nails and no real cares/ She's gay, and she's cool, and she's awesome.“ Leider gibt's dazu noch kein Video, sodass es an dieser Stelle bei einer lobenden Erwähnung bleiben muss.

 

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