L-Mag

Tahnee: Lesbisch frei Schnauze

Große Klappe und bissige Witze: Tahnee ist der neue Star der deutschen Comedy. Im L-MAG-Interview spricht die Kölnerin über Label, Kurzhaarfrisuren und wieso sie sich entschieden hat, ihr lesbisches Leben auch auf der Bühne zu thematisieren.

jackielynn

Von Hannah Geiger

23.1.2018 - Freche Sprüche und ein sympathisches Lachen: Mit nur 25 Jahren hat die Stand-up-Comedian, Entertainerin und Moderatorin Tahnee schon eine steile Karriere hingelegt. Sie trat in Die Kaya Show und der WDR-Comedyshow NightWash auf, die sie mittlerweile moderiert, und tourt aktuell mit ihrem Soloprogramm „#geschicktzerfickt“ durch Deutschland. L-MAG traf die Kölnerin vor einem Live-Auftritt in Berlin.

L-MAG: Bei deinem Auftritt bei TV total 2015 hast du gesagt, dass du das Wort Lesbe doof findest. Ist das noch so?

Tahnee: (Lacht) Nee. Das hat sich verändert. Früher hatte ich ein richtiges Problem mit dem Wort, weil es so negativ besetzt ist, mittlerweile finde ich es sogar richtig geil, das zu benutzen. Ich sage aber eher „Ich steh’ auf Frauen“, weil ich labeln immer so doof finde. Es sagt ja auch kein heterosexueller Mensch „Hallo, ich bin ‘ne Hete“. Eigentlich sollten wir doch zu dem Punkt kommen, an dem es scheißegal ist.

Aber wenn du sagst, du stehst auf Frauen, ist es doch auch gelabelt, nur anders, oder?

Ich empfinde das als was anderes. Da müsste ich noch mal drüber nachdenken, aber so vom Gefühl her finde ich es entspannter zu sagen „Ich stehe auf Frauen“.

Du thematisierst dein Lesbischsein auf der Bühne sehr stark. Das hast allerdings nicht immer so gemacht. Was hat dich dazu bewogen?

Ich habe 2014 damit angefangen. Ich war damals bei der engsten Familie, Freundinnen und Freunden schon out. Wenn du auf der Bühne stehst, erzählst du von deinem Leben, was dich stört an deiner Umwelt, was du toll findest. Es war sehr nervig, immer nur von Beziehungen von Freundinnen und Freunden zu erzählen und nie diesen persönlichen Schritt zu machen – zu sagen wie es bei mir ist, was mich stört oder bewegt. Ich kam irgendwann nicht mehr an dem Punkt vorbei. Letztendlich war es das Beste, das ich hätte tun können. Jetzt ist es raus, fertig – Leute, deal with it!

Du hast im Frühjahr 2017 das lesbische Festival „L-Beach“ moderiert. Wie war das?

Das war tatsächlich eine ganz neue Erfahrung. Sonst habe ich ja immer gemischtes Publikum und das war das erste Mal, dass ich bestimmte Sachen gar nicht erklären musste, weil alle im Raum sofort wussten, wovon ich rede. Sei es das Coming-out, bestimmte Erfahrungen in der Öffentlichkeit oder zwischenmenschliche Sachen. Alle wussten Bescheid. Das war neu.

In einem Interview hast du gesagt, du hättest gerne eine Kurzhaarfrisur, traust dich aber nicht so richtig?

Ja, ich würde wahnsinnig gerne viele Sachen ausprobieren, aber ich finde es so schade, dass Haare so langsam nachwachsen (lacht). Man weiß nicht, ob einem das steht. Mal gucken.

Hast du bestimmte Träume oder Ziele, die du noch erreichen möchtest?

Ich fände es natürlich toll, wenn ich irgendwann eine eigene Sketch-Sendung hätte. Ich hätte Bock auf etwas Verrücktes – Sketche, in denen ich viele Rollen spielen kann, wo ich einfach rauslassen kann, was da ist. Und es wäre natürlich super, wenn immer mehr Leute zu meinem Solo kommen, dass die Tour immer größer wird und mehr Leute erreicht.

Das komplette Interview mit Tahnee steht in der aktuellen L-MAG, die ihr hier versandkostenfrei bestellen könnt (nur ein Heft - kein Abo!)

Auftrittstermine: tahnee-comedy.de

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