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Trauer nach Anschlag auf LGBT-Club in Florida

Der Anschlag auf einen Szeneclub in Orlando, bei dem in der Nacht auf Sonntag 50 Menschen starben, erschüttert die Welt. Unklar ist, ob der Täter aus religiösen Hass, Homophobie oder beidem handelte. Auch in deutschen Städten finden heute Mahnwachen statt

Andreas Scholz/ Karin Schupp

l-mag.de, 13.6.2016 - In der Nacht zum Sonntag kam es im LGBT-Club „Pulse“ in Orlando im US-Bundesstaat Florida zum schlimmsten Schusswaffenattentat der amerikanischen Geschichte. Ein Mann drang bewaffnet mit einem Gewehr, einer Handfeuerwaffe und großen Mengen an Munition kurz nach 2 Uhr Ortszeit in das Gebäude ein und schoss auf die Gäste. Danach verschanzte er sich dort mit mehreren Geiseln. Um 5 Uhr morgens entschlossen sich Spezialkräfte der Polizei, den Club zu stürmen, um die Geiseln zu befreien.

Nachdem anfänglich noch von 20 Todesopfern die Rede war, ist inzwischen bekannt, dass bei diesem Angriff 49 Menschen getötet wurden (davon 7 Frauen), 53 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Bei einem Schusswechsel mit der Polizei kam auch der Täter ums Leben, der als Omar M. aus Port St. Lucie in Florida identifiziert wurde. Er wurde 1986 in New York geboren, war zweifach geschieden und arbeitete als privater Wachmann.

Das FBI ermittelt wegen eines möglichen Terrorakts, da sich Omar M. kurz vor der Tat in einem Anruf bei der Polizei zum IS bekannt hatte. Bereits 2013 und 2014 hatte das FBI gegen ihn wegen möglicher Verbindungen zum IS ermittelt, aktuell stand er aber nicht unter Beobachtung. Die Waffen hatte er vor der Tat legal erworben.

Der Vater von Omar M. bezweifelte gegenüber dem US-Sender NBC religiöse Motive und sagte, dass seinen Sohn einen Hass auf Homosexuelle gehabt habe.

Lest auch den kritischen Kommentar von L-MAG-Autorin Kerstin Fritzsche: "Nach Orlando: Die Medien und der Hass".

Mahnwachen in Deutschland

Überall auf der Welt kommen Menschen zu Mahnwachen für die Opfer von Orlando zusammen. Bereits heute Mittag versammelten sich Hunderte vor der US-amerikanischen Botschaft in Berlin, entzündeten Kerzen und legten Blumen nieder.

Mahnwachen:

Hamburg, 18 Uhr, US-Konsulat, Alsterufer 27/28

Kiel, 18:30 Uhr, Kirche St. Nicolai am Alter Markt

Köln, 19 Uhr, Domtreppe/ Haupteingang HBF

Leipzig, 18 Uhr, US-Konsulat, Wilhelm-Seyffert-Str. 4

München, 19:30 Uhr, US-Konsulat, Königinstr. 50

Münster, 20 Uhr, Friedenssaal, Prinzipalmarkt 10

Stuttgart, 19 Uhr, Neues Schloss, Schlossplatz

Erfurt, 14. Juni, 18 Uhr, Angerdreieck

Frankfurt/ M., 14. Juni, 18 Uhr, Frankfurter Engel, Klaus-Mann-Platz

Mannheim, 14. Juni, 19 Uhr, Paradeplatz

Neu-Ulm, 15. Juni, 21 Uhr, im Don't Tell Mama, Turmstr. 38

Berlin, 18. Juni, 21 Uhr, Pariser Platz


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